jetzt-sparen.de

Wann ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung sinnvoll?

Umzug was passiert mit meinem DSL Vertag
Sobald man ins Berufsleben einsteigt, wird sie von allen Seiten angeraten: die Berufsunfägigkeitsversicherung. Doch was sichert diese ab? Und braucht wirklich jeder eine Berufsunfähigkeitsverischerung? Ist das für jeden Beruf sinnvoll? Zu welchem Zeitpunkt sollte man diese abschließen? Alles Wissenswerte darüber erfahren Sie hier.

Was sichert eine Berufsunfähigkeitsversicherung ab?

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung sichert den Fall ab, dass man für einen längeren Zeitraum oder dauerhaft den gewählten Beruf nicht mehr ausüben kann. Im Gegensatz zur Erwerbsunfähigkeit kommt es hier nicht auf die Unfähigkeit an, irgendeine Tätigkeit auszuüben, sondern den konkret gewählten Beruf. Ein Manager, der beispielsweise wegen eines Burn-outs seinen Beruf nicht mehr ausüben kann, jedoch weiterhin als Pförtner in seiner Firma arbeiten könnte, ist zwar nicht erwerbsunfähig, da er ja irgendeine Tätigkeit ausüben kann. In diesem Fall würde jedoch die BU-Versicherung einspringen. Eine Berufsunfähigkeit kann während des gesamten Erwerbslebens, beispielsweise durch einen Unfall oder eine schwerwiegende Krankheit, auftreten. Hauptursachen sind dabei psychische Erkrankungen wie Depressionen oder Burn-out, sowie körperliche Beschwerden, wie beispielsweise Bandscheibenvorfälle oder schwere Erkrankungen, allen voran Krebserkrankungen. Soweit man keine anderweitigen Vermögenswerte hat, die einen dauerhaft absichern, sondern auf seine Arbeitskraft angewiesen ist, ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung in jedem Fall sinnvoll. Staatliche Hilfen sind in diesen Fällen sehr eingeschränkt. Lediglich bei einer Erwerbsunfähigkeit, bei der man keinerlei Arbeit mehr ausführen kann, gibt es vom Staat in bestimmten Fällen eine geringe Rente. Mit dieser kann man in aller Regel den aktuellen Lebensstandard nicht halten. Im Gegensatz dazu kann man mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung bis zu 80 % seines Nettogehaltes absichern. Hier sollte man in jedem Fall die Auswirkungen auf das gesamte restliche Leben bedenken. Gerade auch, wenn man eine Familie zu versorgen hat und man auf das Einkommen hierfür angewiesen ist, sollte man dieses entsprechend absichern. Genauso, wenn man hohe Fixkosten und Verbindlichkeiten hat, wie beispielsweise einen Immobilienkredit. Eine nicht abgesicherte Berufsunfähigkeit kann im letzten Fall sogar dazu führen, dass das Familienheim unter hohen finanziellen Verlusten verkauft werden muss.

Wie hoch ist das Risiko berufsunfähig zu werden?

In Deutschland wird im Schnitt jeder 4. vor Eintritt ins Rentenalter berufsunfähig. Je nach Alter und Geschlecht liegt die Spannweite zwischen 29 und 43 Prozent. Nur in 10 % der Fälle sind Unfälle die Ursache. Der Rest sind verschiedenste Erkrankungen, die im Grunde jeden treffen können.

Für welche Berufe benötigt man eine Berufsunfähigkeitsversicherung?

Im Grunde ist eine BU-Versicherung für alle Arten von Berufen anzuraten, da die Berufsunfähigkeit jeden treffen kann. Bei körperlich herausfordernden Berufen besteht die erhöhte Gefahr von Verletzungen und körperlicher Abnutzung. Bei Bürojobs können durch das ständige Sitzen Rückenbeschwerden entstehen. Burn-out und Depression sind die Hauptgründe für Berufsunfähigkeit bei Lehrern, können aber auch Büroangestellte sowie Manager betreffen. Nicht zuletzt kann ein Unfall oder eine schwere Erkrankung, die zur Berufsunfähigkeit führen, jeden treffen. Freiberufler wie Ärzte sind zwar grundsätzlich über das jeweilige Versorgungswerk abgesichert. Dieses sichert im Gegensatz zur privaten BUV jedoch nur die 100-Prozentige Berufsunfähigkeit ab.

Wann sollte man eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen?

Es bietet sich an, eine BU-Versicherung bereits in jungen Jahren abzuschließen. Zum einen sind zu diesem Zeitpunkt aufgrund des geringeren Risikos die Beiträge wesentlich geringer. Auf der anderen Seite sichert man damit eine viel höhere Summe ab, da es um das Einkommen des gesamten restlichen Erwerbslebens geht. Es ist möglich Berufsunfähigkeitsversicherungen bereits für Schüler oder Studierende abzuschließen. Bereits diese können noch vor Eintritt ins Berufsleben aufgrund von Stress, Unfällen oder Krankheiten berufsunfähig werden. Daneben sollte man beachten, dass beim Abschluss der BUV regelmäßig eine Gesundheitsprüfung erfolgt. Das Versicherungsunternehmen will sich hierdurch absichern, nicht für Schäden zahlen zu müssen, die bereits angelegt sind. Je jünger man ist, desto weniger Vorerkrankungen weist man in der Regel auf. Sobald man sich wegen Rückenschmerzen oder psychischen Beschwerden einmal in ärztliche Behandlung begeben hat, wird es mit der Absicherung dieser Themenfelder, die oft eine Hauptursache für die Berufsunfähigkeit darstellen, schwierig.

Kann ich eine BU-Versicherung auch abschließen, wenn ich bereits Vorerkrankungen habe?

Grundsätzlich achten die Versicherungsunternehmen sehr genau darauf, wen und was sie versichern, um ihrerseits kein zu hohes Risiko einzugehen. Wenn Sie entsprechende Vorerkrankungen aufweisen, kann es dennoch sinnvoll sein, sich um eine BU-Versicherung zu kümmern. Zwar wird in der Regel diese Erkrankung ausgeschlossen, aber man kann auch aus unzähligen anderen Gründen berufsunfähig werden, die mit der Versicherung abgedeckt sind. Auch besteht die Möglichkeit, in bestimmten Fällen die Vorerkrankung mitzuversichern und dafür höhere Beiträge zu zahlen. In vielen Fällen bestehen auch andere Versicherungen, wie Pflegeversicherungen oder Unfallversicherungen. Diese decken jedoch nicht das gleiche ab, wie eine BU-Versicherung. Soweit man aufgrund von Vorerkrankungen keine BU-Versicherung mehr erhält, kann man gewisse Risiken auch durch andere Versicherungen wie einer Grundfähigkeitenversicherung, einer Dread-Disease-Versicherung oder einer Unfallversicherung absichern. Diese sind jedoch nicht so weitgehend wie eine Berufsunfähigkeitsversicherung. Sie decken nur bestimmte Risiken ab und sind daher kein adäquater Ersatz.