Die Strompreise steigen von Jahr zu Jahr. Das macht sich natürlich in höheren Stromkosten bemerkbar. Doch wer zahlt schon gerne hohe Stromrechnungen? Genau, niemand!  Neben dem Wechsel zu einem günstigeren Stromanbieter kannst du deine Kosten auch durch Senkung deines Stromverbrauchs reduzieren. Mit ein paar wertvollen Energie-Spartricks zahlst du am Jahresende weniger. In diesem Beitrag geben wir dir 6 Tipps, wie du deinen Stromverbrauch nachhaltig reduzieren und deine Stromkosten effektiv senken kannst. Damit tust du nicht nur deinem Geldbeutel etwas Gutes, sondern schonst gleichzeitig unsere Umwelt.

Tipp 1: Elektrogeräte ausschalten

Gewöhne dir an, nicht benötigte Elektrogeräte und Lampen komplett auszuschalten. Denn auch im Stand-by-Modus verbrauchen gerade ältere Geräte Strom, ohne genutzt zu werden. Ziehe also entweder den Stecker oder verwende abschaltbare Steckdosenleisten. Diese kannst du einmal bedienen und schon sind alle angeschlossenen Geräte aus. So kannst du Leerlaufverluste vermeiden und deinen Stromverbrauch um bis zu zehn Prozent senken. 

Neuere Gerätemodelle müssen hingegen nicht immer komplett ausgeschaltet werden. Denn eine EU-Verordnung begrenzt die Stand-by-Leistungsaufnahme von abgeschalteten Elektrogeräten ab 2010 auf 1 Watt, ab 2014 sogar auf nur 0,5 Watt. Geräte, die sich in einer Art „Bereitschaftszustand“ befinden (etwa durch Anzeige der Uhrzeit), dürfen ab 2010 2 Watt aufnehmen, ab 2014 ist nur noch die Hälfte zulässig.

Tipp 2: Energiesparlampen

Durch den Einsatz von Energiesparlampen, kann der Stromverbrauch zusätzlich reduziert werden. Auch wenn Energiesparlampen im Vergleich zu herkömmlichen Glühbirnen teurer sind, rechnet sich die Anschaffung auf Dauer. Denn durch die längere Lebensdauer sowie die geringeren Stromkosten sparst du auf lange Sicht. Denn während eine normale Glühbirne im Schnitt 1.000 Stunden lang genutzt werden kann, beträgt die Betriebszeit von Energiesparlampen durchschnittlich 6.000 bis 10.000 Stunden. Zudem führt der hohe Effizienzgrad von Energiesparlampen dazu, dass eine Beleuchtung mit der Kraft einer 60-Watt-Glühbirne bereits mit 13 Watt erzeugt werden kann. Damit kannst du durch den Einsatz von Energiesparlampen jährlich bis zu 20 Euro an Stromkosten sparen. Den größten Nutzen bringen Energiesparlampen in Räumen, in denen mehr als eine halbe Stunde pro Tag das Licht brennt.

Tipp 3: Energieeffizienzklasse beachten

In Deutschland ist die Angabe des Energieverbrauchs bei Haushaltsgeräten Pflicht. Insbesondere Kühlschrank, Geschirrspüler, Waschmaschine und Trockner gehören zu den energieintensivsten Geräten im Haushalt. Achte beim Neukauf von Geräten deshalb immer auf eine gute Effizienzklasse. Ein Blick auf das EU-Label verrät dir den Energieverbrauch. Neben der Kennzeichnung mit Buchstaben zeigt das Label mehrere eingefärbte Balken. Während Dunkelgrün für einen sehr niedrigen Stromverbrauch steht, zeigt Rot eine schlechte Energiebilanz auf. Zur weiteren Kategorisierung werden Buchstaben von A+++ bis G verwendet. Geräte mit einem extrem niedrigen Verbrauch wird die Klasse A+++ zugeschrieben. G steht für einen sehr hohen Energieverbrauch.

Tipp 4: Strom sparen beim Wäschewaschen und Trocknen

Achte darauf, dass die Waschmaschine immer voll beladen ist, um keine unnötige Energie zu verschwenden. Zudem muss nicht immer bei 60 Grad gewaschen werden. Dank moderner Waschmittel reichen für herkömmliche Wäscheladungen oftmals Temperaturen von 30 bis 40 Grad aus. Zudem solltest du versuchen, auf einen Trockner weitestgehend zu verzichten. Denn der Trockner gehört zu den größten Stromfressern im Haushalt. Insbesondere im Sommer hängst du deine feuchte Wäsche lieber nach draußen in die Sonne. Damit sparst du nicht nur Stromkosten ein, du schonst auch die Umwelt und deine Wäsche bleibt frischer.

Tipp 5: Sparsames Kochen und Backen

Verwende beim Kochen immer einen Deckel, um die Garzeit zu reduzieren. Im Schnitt wird Wasser auf dem Herd mit Deckel dreimal so schnell zum Kochen gebracht als ohne. Schalte den Herd ein paar Minuten vor Ende der Garzeit aus und koche das Essen mit der restlichen Wärme fertig. Die Restwärme liefert immer noch ausreichend Hitze und verbraucht keinen zusätzlichen Strom.

Zudem ist es für viele Gerichte nicht notwendig den Backofen vorzuheizen. Schalte den Backofen, wie auch den Herd, früher aus und nutze die Restwärme, um deine Speisen fertig zu backen. 

 

Extra-Tipp: Stelle deinen Ofen auf Heißluft statt Ober- und Unterhitze. Damit kannst du die Temperatur etwa 20 Grad niedriger als angegeben einstellen und sparst zusätzlich Energie.

Tipp 6: Kühlschrank richtig plazieren

Der Standort des Kühlschranks wirkt sich unmittelbar auf den Stromverbrauch aus. So verbraucht der Kühlschrank neben Wärmequellen wie Herd und Spülmaschine deutlich mehr Energie. Denn je höher die Umgebungstemperatur ist, desto mehr Energie müssen Kühlgeräte aufwenden, um die Kühltemperatur konstant zu halten. Deshalb sollte eine direkte Sonneneinstrahlung ebenso vermieden werden. Zusätzlich ist es wichtig, bei der Platzierung des Kühlschranks einen gewissen Abstand zur Wand sowie zu anderen Schränken einzuhalten. Hierbei werden sechs bis neun Zentimeter empfohlen. Wird dieser Abstand nicht eingehalten, kann es durch die warme Abluft zu einem Hitzestau kommen.

 

Extra-Tipp: Die meisten Kühlschränke sind zu kalt eingestellt. Die optimale Innentemperatur liegt laut Bundesamt für Umwelt bei sieben Grad. Überprüfe die Temperatur deines Kühlschranks und passe sie gegebenenfalls an. Denn eine Erhöhung von nur einem Grad reduziert deinen Stromverbrauch bereits um sechs Prozent.