Das musst Du beim Gaspreisvergleich beachten

Der Energiemarkt ist ständig in Bewegung. Das führt auch zu einem instabilen und schwankenden Gaspreis. Wer Geld sparen will, sollte daher die Preise vergleichen und den Gasanbieter wechseln. Doch schon der erste Blick zeigt, dass sich eine Vielzahl von Anbietern auf dem Markt befindet und der Verbraucher schnell den Überblick verliert. Das muss nicht sein! Nachfolgend erfährst Du alle wichtigen Informationen zum Gaspreisvergleich. 

Grundanbieter oder ein Angebot mit Preisgarantie?

Nicht jedes Angebot ist für jeden Verbraucher von Vorteil. Hier lohnt sich nur ein individueller Vergleich. Grundsätzlich gilt aber, dass der Grundversorger meist am teuersten ist. Online findet der Verbraucher eine große Auswahl an Gaspreisrechner. Er braucht nur die Postleitzahl seines Wohnortes angeben und sieht mit nur einem Klick, welche Anbieter das Gas in seine Region liefern und wie hoch der Preis dafür ist. So bekommt der Kunde eine erste Übersicht. Dadurch kann er den Anbieter auswählen, der am ehesten seinen individuellen Wünschen entspricht. Einige Anbieter locken auch mit Angeboten oder bieten besondere Vorteile, wenn der Anbieterwechsel in einer bestimmten Zeit stattfindet. Es gibt auch Gasanbieter, die den Kunden eine Preisgarantie geben. So bleibt der Preis über einen vorgegebenen Zeitraum stabil und der Kunde ist keinen Erhöhungen ausgesetzt. 

Darauf sollte man beim Gaspreisrechner achten

Hat man die Auswahl der Gasanbieter eingegrenzt und auf seine Wünsche ausgesucht, erfolgt die detaillierte Auswahl. Sie ist besonders wichtig, da jeder Anbieter ein anderes Angebot offeriert und entsprechend anzeigt. Gerade beim eigentlichen Preis gibt es Unterschiede. Am übersichtlichsten sind Anbieter, die ihre Preise auf eine vorgegebene Verbrauchsmenge berechnen und angeben. Schwieriger ist der Vergleich, wenn ein Durchschnittspreis angegeben wird. Dann muss der Kunde herausfinden, auf welche Kriterien sich dieser Preis bezieht. Gilt er zum Beispiel für zwei Personen, dann heißt das nicht, dass er sich automatisch bei einem Vierpersonenhaushalt verdoppelt. Familien mit Kindern verbrauchen eine andere Menge an Gas, als ein Haushalt mit vier Erwachsenen. Beim Endpreis sollte auch der Zeitraum beachtet werden. Einige Anbieter geben die Preise pro Monat an und andere Anbieter beziehen sich auf das Quartal oder den Zeitraum von einem Jahr. 

Gasanbieterwechsel mit Zusatzkosten

Grundsätzlich zeigt der Gasvergleichsrechner einen Gaspreis an, der sich auf eine bestimmte Menge und/oder auf einen bestimmten Zeitraum bezieht. Angaben zu den Zusatzkosten findet man erst später. Dabei sind diese für einen genauen Vergleich unumgänglich. In der Regel ist der Wechsel kostenlos. Trotzdem verlangen einige wenige Anbieter eine Gebühr. Der angegebene Gaspreis ist meist ein Grundpreis. Hierzu muss oft noch eine Mehrwertsteuer von 19 % hinzugerechnet werden. Der Verbraucher sollte auch drauf achten, dass die Konzessionsgebühr bereits im Preis enthalten ist. Je nach Wohnort wird zudem noch ein höheres Netzentgelt fällig. Pro verbrauchte Kilowattstunde wird außerdem eine Erdgassteuer fällig. Es gibt auch Anbieter, die für die Erstbereitstellung eine Gebühr verlangen. Bearbeitungsgebühren fallen bei fast allen Gasunternehmen an. Grundanbieter haben oft auch eine persönliche Kundebetreuung und einen aufwendigen Büroapparat. Der finanziert sich durch höhere Abgaben und Bearbeitungsgebühren. Gasanbieter, die ihre Dienstleistungen nur online anbieten, haben hierfür keine Kosten. Das bekommt auch der Verbraucher zu spüren. 

Der Gasanbieterwechsel ist kinderleicht

Wer seinen optimalen Gasversorger gefunden hat, kann schnell und bequem wechseln. Viele Vergleichsportale bieten einen direkten Link zum Anbieter an. Der Verbraucher füllt dort ein Formular aus und gibt alle wichtigen Informationen zu seinem Haushalt und seinem bisherigen Anbieter an. Die Übertragung des Formulars ist ohne Risiko und die Daten des Verbrauchers sind geschützt. Danach geht alles seinen geregelten Weg. Der Kunde braucht sich um nichts mehr zu kümmern. Die Kündigung beim alten Anbieter erfolgt automatisch. Natürlich kann der Kunde die Kündigung auch auf Wunsch in Eigenregie durchführen. Nicht alle Anbieter akzeptieren die Kündigung über den Neuanbieter. Unter Umständen ist ein separates Kündigungsschreiben erforderlich. In diesem Fall bekommt man Unterstützung vom neuen Anbieter.  

Kündigung: Gründe und Fristen

Unter bestimmten Umständen kann es bei der Kündigung auch zu Problemen kommen. Generell wird die Kündigung nur akzeptiert, wenn der Kunde sich an die Vertragsregeln hält. Es ist daher wichtig, dass man vor einem Anbieterwechsel die Verträge des bisherigen Anbieters kontrolliert. In den meisten Fällen gilt nämlich eine vorgeschriebene Kündigungsfrist. Diese muss eingehalten werden. Dabei ist es unabhängig davon, ob man nun über den Neuanbieter oder selber kündigt. Entscheidend ist hier auch der Kündigungsgrund. Viele Verträge sehen ein Sonderkündigungsrecht vor. Das tritt zum Beispiel in Kraft, wenn sich die Gastarife erhöhen. Fast alle Verträge räumen auch bei einem Umzug ein Kündigungsrecht ein. Dann endet der alte Vertrag mit dem Anbieter am Tage des Auszuges. Der Vertrag mit dem neuen Anbieter beginnt mit dem Tag des Einzuges in die neuen Räumlichkeiten. 

 

Verschiedene Kündigungsmöglichkeiten

Sobald ein neuer Gasanbieter gefunden wurde, kann die Kündigung auf den Weg gebracht werden. Je nach geltendem Vertrag hat der Kunde hier verschiedene Möglichkeiten. Er kann über den Neuanbieter kündigen oder muss sich selbst darum kümmern. Ist Letzteres der Fall, dann muss der Kunde die Bedingungen im Vertrag einhalten. Sofern ein Vertrag schriftlich gekündigt werden muss, sollte dies über den Postweg geschehen. Empfehlenswert ist hier eine Kündigung per Einschreiben mit Rückschein. So bekommt der Kunde einen Beleg über die Kündigung. Er geht auf Nummer sicher, falls die Kündigung nicht beim Gasanbieter eintrifft. Manche Anbieter akzeptieren auch eine Kündigung per Internet. Der Verbraucher muss dann online ein Formular ausfüllen und kann es direkt an den Gasanbieter übermitteln. In manchen Fällen verlangt der Anbieter auch, dass man das ausgefüllt Formular ausdruckt, unterschreibt und dem Anbieter über den Postweg zukommen lässt. Kündigungen per Email werden von den meisten Anbietern übrigens nicht akzeptiert. Die Kündigung kann per Email angekündigt werden. Rechtens wird sie aber erst, wenn parallel ein Kündigungsschreiben auf dem Postweg zugestellt wird. Auch eine Kündigung per Telefon kann meist nicht erfolgen. Auch hier kann der Kunde vorab die Kündigung telefonisch vermerken lassen. Die eigentliche Kündigung muss aber immer schriftlich erfolgen.