Der Markt für Gas ist unübersichtlich und ständig in Bewegung. Gerade ein unruhiger Markt bringt große Preisschwankungen mit sich. Davon kann der Verbraucher profitieren. Es lohnt sich also den Gasanbieter zu wechseln und künftig weniger zu zahlen. Doch es gibt noch mehr Gründe, die für einen Wechsel sprechen. 

Gasanbieter mit geringen Lieferkosten

Die Grundversorger haben in der Regel die höchsten Lieferkosten. Diese Lieferkosten steigen jedes Jahr kontinuierlich an. Es hat den Anschein, dass der Grundversorger keinen großen Wert auf die Lieferpreise legt. Früher war er konkurrenzlos. Der Verbraucher war somit gezwungen, das Gas über den Grundanbieter zu beziehen. Der gab die steigenden Lieferpreise an den Kunden weiter und rechnete sie mit in die Jahresabrechnung rein. Heute ist der Gasmarkt offen für andere Anbieter. Der Grundversorger hat Konkurrenz bekommen. Die Konkurrenz lockt in erster Linie mit niedrigen Preisen. Diese entstehen auch durch geringere Lieferkosten. Durch den Gasanbieterwechsel, kann der Kunde auf einen Versorger mit geringem Lieferpreis zurückgreifen und spart so bares Geld. 

Sinkende Gaspreise und die Weitergabe an den Kunden

Die Preise am Gasmarkt sind in den letzten Jahren stetig gesunken. Davon bekommt der Kunde aber oftmals nichts mit. Die hohe Besteuerung führt trotz der sinkenden Preise dann zu hohen Gaspreisen. Den größten Einfluss haben aber die Versorger selber. Sie beobachten den Gaspreismarkt genau und kaufen dann ein, wenn der Gaspreis besonders tief ist. Der Erwerb des günstigen Brennstoffes sollte nun doch eigentlich zu günstigen Preisen führen. Doch gerade das geschieht meistens nicht. Der Versorger gibt Preissenkungen auf dem Gasmarkt nicht zeitgleich an den Verbraucher weiter. Dadurch entstehen bei den Gaspreisen der Versorger hohe Schwankungen. Davon kann der Kunde profitieren. Der Wechsel des Gasanbieters lohnt sich. 

In der teuren Grundversorgung gefangen

Gerade ältere Kunden und Langzeitkunden machen sich über den Gaspreis keine Gedanken. Sie sind schon seit vielen Jahren, oftmals sogar schon seit Jahrzehnten, Kunden beim selben Anbieter. Bei diesem Anbieter handelt es sich fast immer um den Grundversorger. Der hat auch nachweislich den höchsten Gaspreis. Zwischen Kunden und Versorger ist im Laufe der Zeit ein Vertrauensverhältnis entstanden. Der Kunde weiß, was er vom Grundversorger hat und kann sich auf zuverlässige Gaslieferungen verlassen. Dabei übersieht er, dass er durch einen Anbieterwechsel bares Geld sparen kann. Wer es schafft sich aus einem langen Geschäftsverhältnis zu lösen, der wird schon bald ein dickes Plus im Portemonnaie haben. 

Der Wechsel von anderen Brennstoffen zu Gas

Es ist nicht verwunderlich, dass Gas der vorherrschende Brennstoff ist. In Deutschland heizt fast jeder zweite Haushalt mit Gas. Das hat einen guten Grund. Gegenüber anderen Brennstoffen ist Gas am preisgünstigsten. Daher lohnt sich der Wechsel auf Gas auch beim Einzug in einen Neubau oder bei Sanierungen und Umbauarbeiten. Durch die großen Preisunterschiede zwischen Gas und anderen Brennstoffen lohnt sich auch der Umbau der Heizanlage. Wer mit Gas heizt spart Energiekosten. Diese Ersparnisse sind oftmals so hoch, dass die Ausgaben für den Umbau schnell wieder reingeholt sind. Online findet man auch Portale, die verschiedene Brennstoffe miteinander vergleichen. 

Der regionale Gasanbieter

Der Verbraucher rutscht fast immer in die Versorgung des regionalen Anbieters. Gerade beim Umzug in eine neue Wohnung oder in ein Haus erfolgt die Lieferung durch einen Anbieter. Bei diesem Anbieter handelt sich fast immer um den Grundversorger. In der Regel denkt der Kunde gar nicht weiter darüber nach und geht oftmals davon aus, dass in seiner Wohnregion nur dieser Anbieter zur Verfügung steht. Dadurch ist er schon in der Kostenfalle gefangen. In den meisten Regionen gibt es eine Vielzahl an Gasanbietern. Doch davon weiß der Verbraucher nichts. Er erfährt davon meist nur über eine Wurfsendung oder über eine Werbekampagne. Doch beides erreicht den Kunden oftmals nicht. Gerade Wurfsendungen landen meist direkt im Papierkorb. Ein Online-Gaspreisvergleichsportal bietet geradezu optimale Voraussetzungen. Die meisten Suchfunktionen basieren auf der Eingabe der Postleitzahl. So sieht der Verbraucher mit nur einem Klick, welche Gasanbieter in seiner Region zur Verfügung stehen. Nicht selten ist der von den enormen Gaspreisunterschieden überrascht. Der Wechsel des Gasanbieters spart so schnell und einfach eine Menge Geld! 

Gasanbieter mit günstigen Vertriebskosten

Der Gaspreis setzt sich aus verschiedenen Aspekten zusammen. Rund die Hälfte des Preises kassiert der Anbieter selber. Genau hier ist der Ansatz zum Sparen. Der Gasanbieter kauft das Gas auf den Großmarkt und kümmert sich um den Vertrieb und die Lagerung bzw. die Speicherung. Er kann also gezielt nach geringen Vertriebskosten suchen und eine kostengünstige Speicherung wählen. Die Kosten, die der Gasanbieter beim Vertrieb und bei der Lagerung spart, gibt er an den Kunden weiter. Diese können oftmals sehr hoch ausfallen, da die meisten Gasanbieter hier mit anderen Unternehmen zusammen arbeiten. Sie haben feste oder pauschale Preise, die günstig sind. 

Nachweislich große Preisspannen

Marktanalysen und statistische Institutionen zeigen die hohen Preisspannen am Markt auf. Die aktuelle Statistik von 2018 bestätigt, dass die Preise zwischen dem Grundversorger und den Konkurrenten immer weiter auseinandergehen. Der Durchschnittspreis beim Grundversorger lag bei 6,73 Cent gerechnet pro Kilowattstunde. Bei anderen Gasanbietern zahlten Kunden durchschnittlich einen Cent weniger pro Kilowattstunde. Je nach Verbrauch pro Haushalt kann der Preis sogar auf unter 6 Cent pro Kilowattsunde fallen. Liegt der Verbrauch im Haushalt beispielsweise jährlich zwischen 5555 und 55555 Kilowattstunden, spart der Verbraucher am meisten. Aktuell (Stand 2018) zahlt er dann nur noch knapp 5,70 Cent pro Kilowattstunde. 

Viele Aspekte beeinflussen den Preis

So wie sich der gesamte Gasanbietermarkt verändert, so entwickeln sich auch neue Fördermöglichkeiten. Im Fokus steht hier die umstrittene Frackingmethode. Unternehmen würde sie gerne schnell optimieren und ihre Gewinnung vorantreiben. Umweltschützer verlangen dagegen einen sofortigen Stopp der Methode. Die Politik zeigt sich überfordert und sucht nach Kompromisslösungen. Es lohnt sich daher für den Verbraucher auch die Förderungsmöglichkeiten und Entwicklungen im Auge zu behalten. Jede Entwicklung hat immer eine Auswirkung auf den Markt. Die Weltbank prognostizierte sogar hohe Preissenkungen, wenn sich das Fracking am Markt durchsetzt. Natürlich können sich auch Terroranschläge, Wahlen, Kriege oder Naturkatastrophen negativ oder positiv auf den Markt auswirken. Nicht selten rutschen die Preise in den Keller und der ganze Gasmarkt gerät durcheinander. Regionale Veränderungen wirken sich auf die Netzentgelte aus. Nach einem Regierungswechsel könnten auch die Steuern und Abgaben steigen oder fallen. Sie wirken sich aber erst ab einem bestimmten Datum aus oder beziehen sich auf Neuverträge, die ab einem bestimmten Zeitraum abgeschlossen werden. Wer hier richtig spekuliert, kann durch einen Neuvertrag richtig Geld sparen.